"Ein guter Winzer und Landwirt lässt sich mit einem Mönch vergleichen, der im Gegensatz zum Priester eine größere Risiko- und Opferbereitschaft zeigen muss. Ich persönlich bin der Ansicht, dass in diesem Beruf die Intuition eine entscheidende Rolle spielt. Man muss in der Lage sein, schnelle Entscheidungen zu treffen, und sich dabei oft auf sein Gefühl verlassen, nicht auf die Wissenschaft."

"Auf dem Landgut Le Corti gibt es etwa fünfzig Hektar Weinpflanzungen, alle mehr oder weniger in Südlage und an den Hängen, die zum Flüsschen Terzona hin abfallen, einem Nebenfluss der Pesa. Die Weinberge verlaufen parallel und öffnen sich zum Tal hin. An zwei Stellen ist der natürliche Halbkreis mit seinen Rängen aus Rebstöcken so deutlich ausgeprägt, dass sie im Volksmund das "alte Parlament" und das "neue Parlament" genannt werden. Das Weinbaugebiet liegt auf altem Schwemmland in einer Höhe von 220 bis 350 m über dem Meeresspiegel."

"Der Boden ist fruchtbar, aber sehr steinig. Wir haben einige wichtige Entscheidungen getroffen. So haben wir uns zum Beispiel für eine niedrige Kordon-Zapfenerziehung entschieden, damit die Rebstöcke die Wärme des Bodens möglichst gut ausnutzen können. Auch das richtige Gleichgewicht war uns wichtig. Wir haben deshalb nicht mehr als 6000 Rebstöcke pro Hektar gepflanzt und komplett auf die Tropfbewässerung verzichtet, die ja auch von der Winzergenossenschaft des Chianti Classico verboten ist." Duccio Corsini 

In den großen Kellerräumen, die unter dem Garten angelegt wurden, sind die Weinkeller aus dem 17. Jahrhundert untergebracht, in denen der Chianti Classico aus 49 Hektar Trauben gekeltert wird und reift. Daneben befinden sich hier die Ölmühle und die "Orciaia", der vermutlich älteste Ölkeller im Gebiet des Chianti, wo das Olivenöl Extra Vergine Chianti Classico DOP gelagert wird. Die Oliven, aus denen das Öl gepresst wird, werden von Hand von über 13.000 Olivenbäumen geerntet und innerhalb von 12 Stunden frisch verarbeitet. Das Öl ist von QC&I als biologisch zertifiziert.